Nationalmuseum für Archäologie

Malta hat seinen Besuchern viel mehr als nur schönes Wetter zu bieten. Wie bereits zuvor beschrieben, findet man hier eine Vielzahl von Gebäuden  mit atemberaubender Baukunst. Eines dieser Bauwerke ist das Nationalmuseum für Archäologie. Lassen Sie uns also diese einzigartige Attraktion etwas näher betrachten und schauen, welche Historie sich dahinter versteckt.

 

Was ist das Nationalmuseum für Archäologie?

Wie Sie sich vielleicht schon denken können, liegt der Fokus hier auf Archäologie und das Museum beherbergt einige der ältesten Artefakte der Urzeit, die Jahrtausende alt sind. Das älteste davon ist ca. 7000 Jahre. Das Museum liegt in Valletta in der Nähe der beeindruckenden Auberge de Provence – ein schöner, majestätischer Barockbau im Herzen von Malta – der im Jahre 1571 erbaut wurde. Zu jener Zeit war es noch kein Museum, sondern das „Haus der Ritter“ des Malteserordens. Seit 1958 ist dieses majestätische Gebäude ein Museum, im Jahre 1998 wurde es grundlegend modernisiert.

 

Was gibt es in diesem Museum zu sehen?

Gäste des Museums können eine Vielzahl von Maltas prähistorischen Artefakten begutachten, vor allem welche aus den Zeiten, in denen die einzigartigen Steintempel der Mġarr, Ġgantija, Saflieni und Tarxien erbaut wurden.

Das erste Zimmer des Museums beherbergt einige Stücke der frühesten Ansiedelungen auf Malta, beginnend mit der Entstehungsgeschichte der Tempelperioden. Zum Beispiel werden in diesem Zimmer die ersten primitiven Werkzeuge, die ersten einheimischen Tierarten, Darstellungen von Tempeln und Ornamente der Red-Skorba Phase (Figuren der ersten menschlichen Repräsentanten auf Malta) ausgestellt.

Der beliebteste Teil des Museums ist höchstwahrscheinlich die Haupthalle, in der verschiedene Tempel-Schnitzereien ausgestellt sind. Die Darstellungen beinhalten: Darstellungen von Tempeln, Beispiele aus der Tierwelt, Tempelmodelle und berühmte menschliche Figuren wie die „Schlafende Lady“ aus dem Hypogäum von Ħal-Saflieni oder die „Venus von Malta“ aus Ħaġar Qim.

Zusätzlich zu den verschiedenen weiblichen Statuen, die zwischen 4mm und fast 3m groß sind, findet man hier noch weitere phallische Darstellungen. Da diese „Ladies“ sehr mollig dargestellt wurden, wird schnell klar, dass die Malteser Fruchtbarkeitskulte praktizierten, nicht nur um Kinder zu gebären, sondern auch in Bezug auf die Fortpflanzung der Natur, wie beispielsweise die jährliche Ernte.

Wenn man weitergeht, findet man eine Vielzahl von Sammlerstücken aus der Tempelperiode, wie zum Beispiel Keramik, Schmuck, Werkzeuge, Perlen oder Obsidian-Kerngehäuse, die Sie unbedingt sehen sollten. Andere Highlights sind beispielsweise die schönen Horus- und Anubis-Anhänger aus dem phönizischen Zeitalter.

 

Standort, Öffnungszeiten und Tickets

Das Museum liegt an der Straße der Republik, in Valletta, und befindet sich nur einige Gehminuten vom Busbahnhof entfernt. Das Museum ist von Montag-Sonntag zwischen 8.00 Uhr-19.00 Uhr geöffnet, der letzte Einlass ist um 18.15 Uhr. Babys zahlen keinen Eintritt, Kinder im Alter von 6-11 Jahren zahlen 2,50€ pro Ticket, Senioren/Studenten/Jugendliche zwischen 12-17 Jahren zahlen 3,50€. Tickets für Erwachsene kosten genau 5€.

*Bitte beachten Sie, dass das Museum am 24./25./31. Dezember sowie am 1. Januar und am Karfreitag geschlossen ist.

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